Vergessen ist menschlich. Jeder vergisst einmal einen Namen oder kann sich nicht mehr an einen Geburtstag erinnern. Wo aber hört diese normale Vergesslichkeit auf? Erst wenn mehrere geistige Funktionen permanent eingeschränkt sind, spricht man von einer Demenz. Wenn man die häufigsten Symptome kennt, lässt sich die Alterskrankheit frühzeitig erkennen.

Was ist eine Demenz?

Menschliches Gehirn mit Synapsen

Demenz ist eine Gehirnerkrankung und tritt vor allem bei Älteren auf. © peterschreiber.media – stock.adobe.com

Eine Demenz ist eine Gehirnerkrankung, von der insbesondere ältere Menschen ab dem 65. Lebensjahr betroffen sind. Sie führt zu einem fortschreitenden Verlust von kognitiven Fähigkeiten (z. B. Denken, Sprechen, Orientierung) und erschwert somit das alltägliche Leben.

Man unterscheidet zwischen der primären und sekundären Demenz. Bei der primären Demenz handelt es sich um eine krankhafte Veränderung des Gehirns. Es kann entweder schrumpfen oder mit zu wenig Blut versorgt werden. Die sekundäre Demenz entsteht durch andere Krankheitsbilder, wie verschiedene Stoffwechselerkrankungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen.

Symptome einer Demenz

Eine Demenz entwickelt sich schleichend und verschlechtert sich kontinuierlich. Weil viele der Symptome im Alter normal sind, müssen sie länger als 6 Monate anhalten, um die Diagnose Demenz zu rechtfertigen. Beim Großteil der Betroffenen treten die folgenden Krankheitssymptome auf:

Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung

Demenzkranke sind immer mehr mit dem alltäglichen Leben überfordert. Gewohnte Handlungen, wie das Einkaufen, Kochen und Waschen, werden zur Herausforderung. Betroffenen passieren bei vertrauten Tätigkeiten immer häufiger Fehler.

Deshalb müssen Menschen mit Demenz im Alltag begleitet werden. Mithilfe von professioneller Unterstützung, wie der zuverlässigen 24-Stunden-Pflege zu Hause von Bayernpflege, werden Angehörige entlastet. Betroffene werden rund um die Uhr betreut und können somit weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung bleiben.

Zunehmende Vergesslichkeit

Frau denkt nacht

Eines der ersten Symptome ist Vergesslichkeit. © RFBSIP – stock.adobe.com

Zu den frühesten Erkennungszeichen einer Demenz zählt die zunehmende Vergesslichkeit. Im Anfangsstadium ist vor allem das Kurzzeitgedächtnis betroffen. So erinnern sich Betroffene zum Beispiel nicht mehr an eine Abmachung vom Vortag oder verlegen Dinge im eigenen Zuhause.

Mit dem Fortschreiten der Erkrankung treten auch Probleme mit dem Langzeitgedächtnis auf. Dabei kann die Demenzerkrankung das Erinnerungsvermögen so stark beeinträchtigen, dass Betroffene in manchen Fällen ihre engsten Angehörigen nicht mehr erkennen.

 

Auffällige Persönlichkeitsveränderungen

Es ist normal, dass man sich mit zunehmendem Alter persönlich verändert. Trotzdem weisen bestimmte Verhaltensauffälligkeiten auf eine Demenzerkrankung hin. So können eigentlich freundliche Menschen plötzlich aggressiv und leicht reizbar sein. Auch ständige Unruhe und vermehrte Teilnahmslosigkeit sind Warnzeichen.

Demenz ist meist eine große Herausforderung für Betroffene und deren Angehörige. Demenzkranke erkennen sich oftmals selbst nicht mehr wieder. Die Familie muss viel Geduld üben und Rücksicht nehmen. Damit Demenz nicht zur Überforderung wird, sollten Betroffene gezielt unterstützt werden.