Starke Kopfschmerzen und hohes Fieber. Grippeähnliche Symptome zu Anfang machen den Patienten glauben, es lediglich mit einem grippalen Infekt oder einer Grippe zu tun zu haben. Doch wenn zu diesen Beschwerden Nackensteifigkeit, eine Licht- und Geräuschempfindlichkeit und Hautverfärbungen dazu kommen, kann es sich um eine gefährliche bakterielle Meningitis handeln. Bei einer bakteriellen Meningitis handelt es sich um einen Notfall und die Fahrt in ein Krankenhaus sollte sofort erfolgen!

Was ist eine Meningitis?

Von einer Meningitis sprechen wir, wenn es zu einer Entzündung der weichen Hirn- und Rückenmarkshäute kommt. Unterschieden wird zwischen einer bakteriellen Meningitis und einer viralen Meningitis. Eine bakterielle Meningitis wird bei erwachsenen Menschen zumeist durch Meningokokken oder Pneumokokken, bei Patienten im Alter von über 50 Jahre, auch häufig vom Bakterium Listeria monocytogenes ausgelöst.

So sieht ein Bakterium aus

Besonders gefährlich ist die bakterielle Meningitis

Die virale Meningitis wird zumeist von Enteroviren (Coxsackie-Virus, ECHO-Viren), verschiedenen Herpesviren und anderen Virus-Arten ausgelöst. Sie ist im Verlauf weitaus milder als eine bakterielle Meningitis, kann aber durchaus auch einen schweren Verlauf nehmen. Im Anfangsstadium kann kaum zwischen der bakteriellen und viralen Meningitis unterschieden werden.

Bei Verdacht auf eine Meningitis sollte sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden. Eine Meningitis ist in der Regel ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Ursachen für Meningitis

Der Betroffene steckt sich über eine Tropfeninfektion mit einem der Mengitis auslösenden Bakterien an. Sollten die Bakterien vom Infektionsherd in den Blutkreislauf gelangen, können sie an den Meningen (die Hirn- und Rückenmarkshäute) eine Entzündung verursachen – die bakterielle Meningitis. Viele Menschen tragen die Erreger in sich. Doch es kommt nur zu einer bakteriellen Meningitis, wenn die Bakterien aus dem Mund-, Nasen-, Rachenbereich in den Blutkreislauf gelangen. Die Ansteckung mit einer bakteriellen Meningitis tritt verstärkt von Dezember bis März auf.

  • Ein Schädelbruch, einer Nasennebenhöhlen oder Mittelohrentzündung kann ebenso eine fortleitende Meningitis, auslösen.
  • Auch kann eine virale Meningitis als Begleitkrankheit einer anderen Virusinfektion, wie beispielsweise Mumps, auftreten.
  • Bekannt ist die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese kann und wird zumeist bei einem Zeckenstich übertragen.

Symptome von Meningitis

Im Anfangsstadium ähneln die Symptome der viralen und der bakteriellen Meningitis denen einer Grippe oder eines grippalen Infektes.

  • Hohes Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Steifheit des Nackens
  • Scheue vor Licht und Geräuschempfindlichkeit

Dazu kommen im Verlauf

  • Benommenheit, Verwirrtheit, Reizbarkeit und
  • bei einer Meningokokken-Meningitis typische Verfärbungen auf der Haut.

Therapie der Meningitis

Beim Verdacht auf Meningitis wird der Arzt eine Lumbalpunktion vornehmen. Hierbei wird aus dem Rückenmarkskanal, mittels einer Punktionsnadel, etwas Flüssigkeit entnommen und anschließend auf Krankheitserreger hin untersucht. Eine bakterielle Meningitis kann auch über das Blut nachgewiesen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Gehirn oder die möglichen Infektionsherde mittels Computertomographie oder einer Magnetresonanztomographie zu untersuchen.

Bakterielle Meningitis

Eine bakterielle Meningitis ist eine gefährliche Krankheit, die im schlimmsten Fall innerhalb von Stunden tödlich enden kann. Bei einem Verdacht wird der behandelnde Arzt sofort ein Penicillin oder ein Breitband-Antibiotikum verabreichen. Dies noch, bevor Testergebnisse vorliegen.

Medikamente - oft die einzige Lösung

Bei einer bakteriellen Meningitis helfen nur noch Medikamente

Eine Behandlung auf einer Intensivstation ist bei einer bakteriellen Meningitis keine Seltenheit – der Patient muss fortlaufend untersucht werden. Je nach Verlauf der Meningitis ist eine Beatmung des Patienten oder die Senkung des Hirndrucks durch entsprechende Maßnahmen notwendig.

Eine unbehandelte, bakterielle Meningitis endet in fast allen Fällen tödlich. Die Sterberate bei einer behandelten Meningitis liegt trotz moderner Medizin bei rund 5-15 % aller Erkrankten. Eine früh- und rechtzeitige Verabreichung von Medikamenten ohne Verzögerung kann die Heilungschancen verbessern.

Virale Meningitis

Eine virale Meningitis heilt in der Regel von selbst (Spontanheilung). Als unterstützende Maßnahmen können Schmerzmittel und ausreichend Flüssigkeit verabreicht werden ggf. wird Bettruhe verordnet.

Als Impfstoffe stehen Mittel gegen Infektionen durch Meningokokken vom Typ C sowie gegen Pneumokokken zur Verfügung. Gegen die virale Meningitis steht nur ein Impfstoff für die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) zur Verfügung.

Weiterführende Informationen