Bekannt ist vielen die Schizophrenie aus dem Hollywood-Film „A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn“ über den US-amerikanischer Mathematiker John Forbes Nash Jr.. John Nash, dargestellt von Russel Crowe, jagt hier, durch das entschlüsseln komplizierter Codes im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes, russische Spione. Dies geschieht aber lediglich in seiner eigenen Wahrnehmung – John Nash leidet unter einer schizophrenen Psychose.

Was ist Schizophrenie?

Bei einer Schizophrenie handelt es sich um eine Psychose. Bei dieser Erkrankung können die Wahrnehmung, das Denken, das Empfinden von Emotionen und die Motorik gestört sein. Je nachdem wie schwer und akut die Erkrankung bei dem Betroffenen ist, können akustische und visuelle Halluzinationen auftreten. Zwar gibt es bei dieser Erkrankung unterschiedliche Klassifizierungen, doch kann eine Schizophrenie oftmals keiner der Klassen zugeordnet werden.

Schizophrenie - Psychose

Schizophrenie ist eine Form der Psychose

Eine Schizophrenie kann schubweise oder chronisch verlaufen. Weitaus häufiger ist die schubweise Schizophrenie, die in akuten Phasen zu schweren Symptomen führt (siehe unten). Von Laien verwechselt wird eine Schizophrenie oftmals mit einer Multiplen Persönlichkeitsstörung.

Die Schizophrenie ist keine seltene Krankheit und rund einer von Hundert Erwachsenen erkrankt in seinem Leben an Schizophrenie. Einen prozentualen Unterschied an erkrankten Männern und Frauen ist nicht gegeben, wobei Frauen oftmals etwas später (häufig zwischen dem 20. – 30-igste Lebensjahr) als Männer erkranken.

Ursachen für Schizophrenie

Die Schizophrenie ist bis heute nicht vollständig erforscht. Als Ursachen können nach heutigen Wissenstands folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • biologische Ursachen wie Komplikationen bei der Geburt oder Veränderungen im Hirnstoffwechsel. Gerade im Bereich der biologischen Ursachen gibt es noch viele Unklarheiten.
  • toxische Ursachen wie Drogen, Steroide und/oder Alkoholmissbrauch können einen Einfluss auf die Erkrankung mit einer Schizophrenie haben.
  • psychische Ursachen können einschneidende Erlebnisse sein, wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder eines Familienmitglieds. Ebenso ist es möglich, an einer Schizophrenie zu erkranken, wenn der Betroffene ständig unter Anspannung/Stress steht.
  • genetische Ursachen können auch eine Rolle spielen. Das Risiko selbst an einer Schizophrenie zu erkranken, wenn die Eltern betroffen waren erhöht sich prozentual in Kombination mit einer oder mehreren anderen Ursachen.

Symptome von Schizophrenie

Die Symptome können bei jedem Erkrankten unterschiedlich in der Art, in der Anzahl und in der Dringlichkeit auftreten.

In der akuten Phase können Patienten unter akustischen und visuellen Halluzinationen leiden. Ebenso ist unter anderem eine Paranoia möglich, Depressionen, Gefühllosigkeit (Freude, Trauer), Antriebs- und/oder Bewegungsstörungen und das Empfinden („hören“) fremder Gedanken (Ich-Störung), Suizidgefahr.

Aggression gehört zu den Anzeichen einer Schizophrenie

Andauernde Gereiztheit kann auf eine Schizophrenie hindeuten

Es ist auch für einen Spezialisten nicht einfach, eine Schizophrenie schon im Anfangsstadium zu erkennen. Auf eine Schizophrenie hinweisende Symptome könnten sein: Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität, Depression etc.

Unterschieden werden bei einer Schizophrenie Negativsymptome und Positivsymptome. Bei den Negativsymptomen fällt ein Persönlichkeitsmerkmal des Betroffenen weg wie zum Beispiel, dass die Motorik eingeschränkt ist und der Erkrankte Probleme hat zu sprechen. Bei den Positivsymptomen kommt ein Merkmal hinzu, wie zum Beispiel Halluzinationen.

Therapie einer Schizophrenie

Die Schizophrenie als Erkrankung ist bis heute nicht vollständig erforscht. Sie gilt immer noch als „unheilbar“. So erleben die wenigsten Betroffenen nur eine einzige akute Phase der Krankheit. Dies ist aber natürlich kein Grund keine ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn mit der modernen Medizin kann das Leiden der Betroffenen und Angehörigen stark vermindert werden.

Die Therapie ist in mehrere Bausteine aufgeteilt:

  • Bei der medikamentösen Behandlung werden in akuten und nicht akuten Phasen Antipsychotika gegen die Symptome bzw. gegen Rückfälle eingesetzt.
  • Während der Psychotherapie wird versucht, dem Patienten die Angst vor der Krankheit zu nehmen und diese zu akzeptieren. Auch dient die Psychotherapie der Rückfall-Prävention. Eine Familientherapie hilft dem Betroffenen und den Angehörigen, die Krankheit besser zu verstehen.
  • Ergänzend eignen sich Soziotherapie, Ergo- und Arbeitstherapie um einen sozialen Abstieg zu vermeiden bzw. um eine feste Tagesstruktur zu etablieren.

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