Nichtraucherschutz am ArbeitsplatzKalter Zigarettenrauch bleibt in Haut, Haaren und Kleidung zurück und verströmt einen unangenehmen Geruch. Aber Passivrauchen hat noch weitere, äußerst negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Matthias Gräf von smokecorner.de erklärt wie schädlich er ist und welche Auswirkungen er im Detail hat.

Inhaltsstoffe von Zigaretten

Beim Rauchen wird zwischen Haupt- und Nebenstromrauch unterschieden. Passivrauch besteht zu 85 % aus Nebenstromrauch, in dem eine höhere Konzentration an Giftstoffen enthalten ist als im Hauptstromrauch. Die Zusammensetzung ist stets die gleiche, nur eben in unterschiedlichen Ausmaßen.

Zigarette Inhaltsstoffe

Neben Teer enthält Zigarettenrauch auch Benzol, Arsen und Blei

4800 Mal Chemie, 250 Mal giftige Substanzen, 90 Mal krebserregende Stoffe, das ist die beunruhigende Analyse.

Der Hauptbestandteil, der einem in den Sinn kommt, ist für gewöhnlich Nikotin. Nikotin macht höchst abhängig, ist aber nicht krebserzeugend. Das gleiche kann von anderen Stoffen nicht behauptet werden. Benzol, Arsen oder Blei belasten das Immunsystem und verursachen unter anderem Lungenkrebs.

Kohlenmonoxid blockiert den Sauerstofftransport im Blut und macht müde. Teer und Kohlenmonoxid lagern sich innerhalb kürzester Zeit in der Lunge ab. Und selbst nach langer Zeit sind Tabakrückstände im Urin nachweisbar.

Die Folgen und Risiken des Passivrauchens

Es ist bereits angeklungen, sollte allerdings an dieser Stelle noch einmal klar gesagt werden: Der Giftcocktail Zigarette schadet bei weitem nicht nur denen, die am Glimmstängel ziehen, sondern auch allen in der direkten Umgebung – und Passivrauch ist dabei fast so schlimm wie normales Rauchen.

Die gesundheitlichen Folgen sind vielschichtig. Ist man kurzfristig Rauch ausgesetzt, ist beinahe augenblicklich das Wohlbefinden beeinträchtigt. Die Augen brennen, Nase und Hals sind gereizt, der Mund trocknet aus. Trockener Husten, Schwindel und Kopfschmerzen sind ebenfalls an der Tagesordnung.

Auf lange Sicht sind die Folgen unweit gravierender. 600.000 Menschen sterben weltweit jedes Jahr durch Passivrauchen. Ganz oben auf der Liste der Risiken stehen dabei Krebserkrankungen wie Lungenkrebs oder Brustkrebs.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Erkrankungen der Herzkranzgefäße gehören ebenfalls zu den möglichen Folgen nicht nur von Rauchern, sondern auch von Nichtrauchern, die dem Rauch ausgesetzt sind.

Passivrauch Kinder

Insbesondere Kinder sind vor Passivrauch zu schützen

Die Lunge und Atemwege werden genauso in Mitleidenschaft gezogen. Von Lungenkrebs bis hin zu COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis) und Asthma leiden viele Menschen unter Atemwegsbeschwerden, die die Lebensqualität empfindlich beeinträchtigen.

Insbesondere für Kinder ist Passivrauch in jeder Phase ihrer Entwicklung schädlich. Rauchen die Mütter während der Schwangerschaft, haben die Kinder häufig ein geringeres Geburtsgewicht und eine verminderte Lungenfunktion. Kinder im Schulalter weisen statistisch gesehen durch Passivrauchen eine verringerte Denkleistung auf. Nichtraucherschutz – vor allem der Schutz von Kindern in der Wachstumsphase – ist aus diesem Grund dringend notwendig und sollte unbedingt weiter ausgeweitet werden.

Eine wirkungsvolle Möglichkeit um Nichtraucher vor Passivrauche zu schützen ohne Raucher zu diskriminieren sind moderne Raucherkabinen als Nichtraucherschutz. Hier können Raucher arbeitsplatznah im Gebäude, ohne Rauch- und Gefahrstoffbelastung ihrer Umgebung rauchen.

So schädlich ist Passivrauch für unsere Gesundheit

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